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Sanitätsgruppe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Bernd Kaltwaßer   
Tuesday, 10 October 2006

Sie sind die Spezialisten, wenn es um die Rettung und Betreuung von Verunfallten geht: die Sanitäter in der Schnell-Einsatz-Gruppe Wasserrettung der DLRG Lingen.

 

Einsatzspektrum

Ursprünglich wurde die Sanitätsgruppe gebildet, um den eigenen Kräften im Einsatzfall optimalen Schutz und Unterstützung gewähren zu können. Dies ist auch heute noch Ihre Kernaufgabe. Gleichzeitig kann die Leitstelle Emsland aber im Bedarfsfall auf die Sanitätsgruppe der DLRG Lingen zurückgreifen. Dies geschieht immer, wenn es im Rahmen einer Großschadenslage zu einer Vielzahl von Verletzten kommt, die gleichzeitig versorgt werden müssen. Auch wenn der reguläre Rettungsdienst bereits ausgelastet ist und ein weiterer Notruf aus Lingen und Umgebung aufläuft, kann das Sonderfahrzeug Sanität  (Sokfz - San) der DLRG Lingen alarmiert werden.

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Das Sonderfahrzeug Sanität (SoKfz-San): Das Fahrzeug ist ausgestattet nach der für Rettungswagen maßgeblichen DIN-Norm, führt aber weiteres, auf die Bedürfnisse der SEG-WR zugeschnittenes Material mit.

 

Material

Um die Vielzahl unterschiedlicher Einsatzaufträge abarbeiten zu können, verfügt die Sanitätsgruppe über eine moderne Ausstattung und speziell auf die Bedürfnisse der Wasserrettung zugeschnittenes Material.

Im Einsatzfall steht das Sonderfahrzeug Sanität als primäres Einsatzmittel bereit. Im Fahrzeug finden sich alle Ausrüstungsgegenstände, die laut DIN-Norm für einen RTW vorgesehen sind: Vom Defibrillator bis zum Beatmungsgerät sind alle notwendigen Geräte vorhanden, so dass Patienten im kritischen Zustand im Bedarfsfall auch intubiert und beatmet transportiert werden können. Das SoKfz-San verfügt aber auch über zusätzliche, in den Ausstattungsnormen für Rettungswagen nicht vorgesehene Materialien, die den besonderen Anforderungen an eine SEG-WR Rechnung tragen. So wird beispielsweise zusätzliches Sanitätsmaterial bevorratet, um im Bedarfsfall eine Vielzahl von Personen gleichzeitig versorgen zu können. Auch zusätzliches Material zum Bergen von Verletzten ist vorhanden.

Je nach Einsatzlage kann die Sanitätsgruppe auf weiteres Material zugreifen, dass im Mannschaftstransportwagen mitgeführt wird. Neben einem Notfallrucksack finden sich hier mehrere Sanitäts- bzw. SEG-Taschen. Auch ein zusätzlicher automatisierter externer Defibrillator (AED) ist in dem Fahrzeug verstaut.  Darüber hinaus wird im MTW zusätzliches Material zur schonenden Bergung von Patienten mitgeführt: Neben einer Trage gibt es ein Back-Strap, welches besonders bei der Bergung von Patienten aus dem Wasser von herausragender Bedeutung ist. Nicht zuletzt dank seiner Schwimmfähigkeit ermöglicht es das Backstrap, einen Verunfallten achsen- und damit rückengerecht zu fixieren und so auch schonend aus dem Wasser (ggf. über die Bordwand in das Rettungsboot) zu bergen. Für die optimale Immobilisation traumatisierter Patienten kann wahlweise auch eine Vakuummatratze genutzt werden.

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Im Rahmen einer Ausbildungsübung wurde ein Patient auf einem Back-Strap vom Boot abgeborgen. Der nächste Schritt: Die Böschung des Dortmund-Ems-Kanals muss überwunden werden. Zu diesem Zweck wird das Backstrap mit Seilen von oben gegen Wegrutschen gesichert. 

 

Ausbildung

Von entscheidender Bedeutung für die Verwendungsmöglichkeiten der Sanitätsgruppe ist, neben der Ausstattung aber vor allen Dingen der Mensch. Neben Rettungssanitätern und -assistenten arbeiten auch Krankenschwestern bzw. -pfleger mit Notfallerfahrung und zwei Notärzte in der Sanitätsgruppe mit.

Mindestqualifikation ist die Ausbildung zum Sanitäter und die zusätzliche Schulung zur Bedienung eines automatisierten externen Defibrilators (AED). Die Ausbildung zum Sanitäter erfolgt in zwei separaten Lehrgängen. Der erste Ausbildungsschritt endet mit der Qualifikation zum Sanitätshelfer. Die Lehrgangsteilnehmer werden in der erweiterten ersten Hilfe unterwiesen. Im Vordergrund steht hierbei neben der Wundversorgung und der sicheren Beherrschung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen vor allem auch die Betreuung von Patienten. In einem zweiten Ausbildungsschritt erfolgt die Qualifikation zum Sanitäter. Hierbei werden die Ausbildungsinhalte für Sanitätshelfer vertieft. Zusätzliches theoretisches Wissen, beispielsweise im Bereich der Anatomie oder der Krankheitslehre wird durch praktische Übungen zum Beherrschen der häufigsten präklinischen Notfallsymptomaktiken ergänzt. In einer eigenständigen AED-Schulung erlernen die Teilnehmer den Reanimationsalgorithmus unter Einbeziehung eines AED.

Für die praktische Elemente aller Lehrgänge nutzen die Ausbilder die Möglichkeiten der realistischen Unfall- und Notfalldarstellung. Erfahrene Mimen der Arbeitsgruppe RUND der DLRG Lingen ermöglichen es den Teilnehmern, die Fallbeispiele unter realitätsnahen Bedingungen zu absolvieren. Dies führt zu einer besseren Verfestigung des Lehrstoffes.

Eine kontinuierliche Fortbildung, sowohl mit theoretischen als auch praktischen Elementen garantiert dabei die auch dauerhaft hohe Einsatzbereitschaft der Sanitäter.

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Die Versorgung von verletzten oder verunfallten Personen wird immer wieder geübt. Hierfür wird die San-Gruppe durch Mimen der Arbeitsgruppe RUND unterstützt.

 

Wir unterstützen sie

Die Sanitäter der DLRG Lingen übernehmen seit vielen Jahren Sanitätsdienste auf unterschiedlichsten Veranstaltungen.
Mehr dazu finden sie unter dem Menüpunkt „Wir unterstützen sie“.

 

Wir bilden aus

Die DLRG Lingen bietet Erste-Hilfe-Kurse und -Trainings, Sanitätskurse und AED-Schulungen an.
Mehr dazu finden sie unter dem Menüpunkt "Wir bilden aus".
 

Ansprechpartner:

Matthias Kösters
0171 3556643
sanitaetsgruppe(at)dlrg-lingen.de 

Letztes Update ( Wednesday, 10 June 2009 )
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