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Längster Einsatz des Jahres PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Andreas Kaltwaßer   
Sunday, 30 August 2009

Die DLRG Lingen absolvierte an diesem Wochenende den bisher längsten Einsatz des Jahres. Etwa 15 Mitglieder der SEG Wasserrettung waren im Einsatz, um in Leer (Ostfriesland) eine große Ruderregatta abzusichern. Die Ruderregatta wird traditionell am letzten Augustwochenende durch den Ruderverein Leer veranstaltet. Unter Leitung des DLRG-Bezirks beteiligten sich vier emsländische Ortsgruppen mit insgesamt sieben Motorrettungsbooten an diesem Großereignis.

Bereits am Freitagabend trafen fünf Lingener Wasserretter am Einsatzort ein. Ihre Aufgabe war es, nach einer ersten Erkundung vor Ort einen Versorgungsstützpunkt für die eingesetzten Rettungskräfte einzurichten. Dazu wurden in einem Zelt u.a. Feldbetten als Ruhemöglichkeit für die Einsatzkräfte aufgebaut. Das Wohnmobil eines Vereinsmitgliedes diente als „Feldküche“, sodass allen Einsatzkräften während der folgenden Tage fast rund um die Uhr Essen sowie warme und kalte Getränke zur Verfügung standen.

Am Samstag und Sonntag sicherten die Lingener Vereinsmitglieder über 100 Wettkämpfe ab. Eine besondere Herausforderung stellten dabei die Nachtrennen der Ruder-Bundesliga dar. Bei dieser in Deutschland wohl einzigartigen Veranstaltung fuhren jeweils zwei Renn-Achter der Bundesligamannschaften nach Einbruch der Dunkelheit um Liga-Punkte. Wäre es bei einem dieser Wettkämpfe zu einem Unfall gekommen, hätten die unbeleuchteten Boote und Wettkämpfer im Wasser nur sehr schwer ausgemacht werden können. Ein Eingreifen durch die an der Strecke wartenden Boote war aber nicht notwendig.

Parallel zu den Motorrettungsbooten besetzten Bootsführer der DLRG auch die Schiedsrichterboote. Bei diesen Katamaranen entstehen auch bei schneller Fahrt kaum Wellen, sodass Schiedsrichter die einzelnen Rennen begleiten können. Dadurch soll verhindert werden, dass sich Mannschaften gegenseitig behindern. Die Besatzungen der Rettungsboote dürfen nur dann eigenständig in die Regattastrecke einfahren, wenn Personen im Wasser sind. In allen anderen Fällen ist vor einem Eingreifen erst die Anforderung durch einen Schiedsrichter erforderlich. So soll eine Behinderung der übrigen Teilnehmer ausgeschlossen werden.

Wasserretter, die nicht auf den Booten im Einsatz waren, unterstützten das Deutsche Rote Kreuz bei der sanitätsdienstlichen Versorgung von Teilnehmern und Zuschauern.

Wie gut die Zusammenarbeit sowohl zwischen den einzelnen Ortsgruppen als auch organisationsübergreifend funktionierte, zeig ein Zwischenfall während der Kinderregatta. Hier war ein Teilnehmer mit seinem Boot gekentert. Die Besatzung des Lingener Motorrettungsbootes (MRB) „OLE“ war schnell zur Stelle um das Kind aus dem Wasser zu retten. Bei einer ersten orientierenden Untersuchung beklagte sich der Wettkämpfer über Schmerzen in der Schulter. Die über Funk angeforderten Sanitäter des DRK konnten dann am Ufer die Betreuung fortsetzen und den 12jährigen nach gründlicher Untersuchung in die Obhut seiner Eltern übergeben. Das MRB „Meppen IV“ barg das verunfallte Boot.

Auch während der rennfreien Zeit war die DLRG mit mindestens einer Bootsbesatzung in Bereitschaft um bei einem möglichen Notfall sofort eingreifen zu können. Dieser Einsatz dauerte über 50 Stunden; damit ist es bisher der längste Einsatz des Jahres.

Neben insgesamt 14 Kameraden der DLRG Lingen waren im Einsatz:
- der Mannschaftstransportwagen (MTW)
- das Motorrettungsboot (MRB) OLE
- das Schlauchmotorrettungsboot (SMRB) Black Betty

Außerdem waren die DLRG Ortsgruppen Holthausen, Meppen, Haren, der Bezirk Emsland sowie das DRK Kreisverband Leer im Einsatz.

Letztes Update ( Tuesday, 01 September 2009 )
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